Rrrrrrreißverschlüsse!

Am Mittwoch hat sich auf meinem Blog immer mehr ein „Nähtag“ etabliert. Weil ich heute kein Kleidungsstück der letzten Woche zu präsentieren habe, möchte ich also trotzdem dem Motto treu bleiben und zeige, was mich in letzter Zeit beschäftigt hat: Reißverschlüsse.

Für alle, die sich noch nicht dran‘ getraut haben, möchte ich kurz zeigen, wie man Reißverschlüsse schnell und einfach auswechseln kann – So wie bei diesem Reiserucksack, dem die billigen Plastikreißverschlüsse einfach nicht gerecht werden konnten:

Natürlich muss zunächst einmal der alte Reißverschluss mit einem Nahttrenner herausgelöst werden. Dabei gut ansehen, wie die Enden gearbeitet sind, sodass man den neuen Verschluss wieder sauber einpassen kann.

Der neue Reißverschluss wird nun geöffnet (wenn möglich eingefädelt lassen, ich finde das sonst oft sehr mühsam) und mit der Außenseite auf die linke Seite des Kleidungsstücks/Rucksacks/etc. gesteckt. Dabei müssen die Zacken nach INNEN zeigen, also entgegengesetzt der Seite, zu der sie am Ende stehen sollen.

Ich glaube, dieses Bild zeigt ganz gut, wie der Reißverschluss liegt, wenn er abgenäht wird. Aus Bequemlichkeit lasse ich diesen Schritt oft aus, aber gerade beispielsweise bei einem Rucksack sorgt die Naht für Stabilität, außerdem wirkt sich die „Mühe“ am Ende optisch aus.

Benutzt außerdem ein gutes Garn! Ikea-Garn ist für ein paar Kissen sicher ausreichend, aber bei Stücken, die auch Druck standhalten müssen – wie ein Rucksack, lohnt sich ein festes, mindestens dreifach verzwirbeltes Garn.

Der Reißverschluss wird nun einfach nach innen geklappt und wie oben gezeigt abgenäht.  Wenn es sich um einen Stoff handelt, der nicht so fest ist wie meiner, kann es sinnvoll sein, nochmals abzustecken und sogar zu bügeln.

Gerade heute, wo die meisten Reißverschlüsse billig hergestellt werden und oft nicht einmal ordentlich eingenäht sind, macht so ein Reißverschlusswechsel für mich nicht nur optisch Sinn. Nicht selten merkt man das aber sowieso schon bald, wenn die ersten Zacken verbogen sind.

Und ihr? Haltet ihr euch auch mit so „altmodischen“ Projekten auf oder konzentriert ihr euch auf die Herstellung von neuer Kleidung?

livera

Vera startete 2012 den Blog Livera. Sie ist als Psychologin im Personalbereich tätig, statt aber Seelen auszulesen, ist sie unterwegs, schreibt für Livera und andere Onlineformate, bastelt, läuft, näht, kombiniert, kocht und entdeckt sie. Ganz ohne Psychoanalyse, allerdings vielleicht doch mit etwas mehr "Wie fühlt sich das an?".

SHOWHIDE Comment (1)
  1. Dafür bekommst du meinen größten Respekt und so viel Anerkennung, weil ich es soo schwierig finde. Mit deiner Anleitung werde ich es aber nochmals versuchen und wer weiß, vielleicht klappts ja diesmal

    Liebste Grüße
    Franse

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