English Cinnamon Meat Pie

Jetzt warte ich schon viel zu lange auf den richtigen Zeitpunkt für diesen Post. Bei meinem Server-Crash ging er verloren und danach war… Frühling. Ist ja schlimm

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wieviele Artikel ich schon aufs nächste Jahr schieben musste! Als ordnungsliebender Mensch passte dieses Jahr z.B. schon der ein oder andere Weihnachtspost nicht mehr rein, so sollte das jetzt nicht mit diesem Post auch noch sein. Und immerhin soll es auch Orte geben, an denen es noch schneit oder zumindest winterliches Schmuddelwetter vorherrscht…

Anyway, ihr wolltet es so. Ihr habt euch mehr Food gewünscht auf Livera.
Ich esse nicht viel Fleisch. Fleisch gibt es wirklich vielleicht ein mal im Monat hier. Aber dann eben auch was Feines.

Zum Beispiel Meat Pie, den ich auf einer Kneipentour in London gegessen habe und seitdem so toll finde, dass ich ihn schon ein paar mal nachgekocht habe – und dem Original mittlerweile schon sehr nahe bin.

Für 2 Meat Pies:

  • 1 Blätterteig
  • 200 g gutes Gulaschfleisch vom Rind
  • Frühlingszwiebel (1 Stange)
  • 100 g Champignons
  • 1 EL Zimt
  • Salz, Pfeffer, Rosmarin
  • etwas Senf (ca. halber Teelöffel)
  • Soßenbinder/Mehl
  • Schuss Sahne
  • evtl. Schuss Wein
  • evtl. Ei zum Bestreichen

Fleisch und Champignons säubern und in Stücke schneiden. Frühlingszwiebel hacken und in Öl anschwitzen, dann Fleisch (ob gewürzt oder nicht ist ja so ein Diskussionsthema) und Champignons scharf anbraten. Mit Wasser ablöschen und mit Zimt, Senf, Salz, Pfeffer, Rosmarin würzen. Das Ganze wie Gulasch für mindestens (!) 1,5 h einköcheln, nicht brodeln lassen. Je länger desto besser. Ich dicke den Sud zusätzlich immer noch etwas an. Man kann das auch mit Bratensoße machen, ich finde das ist aber meist gar nicht nötig – wichtig ist: Ruhig viel Zimt nehmen. Zum Schluss einen Schuss Sahne dazugeben. Abschmecken. Auch wenn sie mit Gulaschfleisch gemacht wird, hat die Füllung geschmacklich nicht viel mit Gulasch zu tun. Es ist eher eine sämige/sahnige Soße, ähnlich wie auch mal zum Braten. Es gibt auch viele Rezepte mit Steak, allerdings finde ich Gulaschfleisch deshalb so geeignet, weil man es einkochen kann, mit der Würze durchziehen kann und es trotzdem nicht trocken – sondern nur besser wird.

Den Blätterteig zuschneiden und in eine Form o.ä. legen. Die Füllung hineingeben und verschließen. Evtl. mit Ei bestreichen (außer man hat wie ich oft keine da) und entsprechend dem Blätterteig goldbraun backen – das dauert allerdings deutlich länger als Blätterteig alleine mit ein paar Äpfelchen o.ä. gefüllt.

Fritten als Beilage sind natürlich nicht unbedingt die gesunde/fettarme Variante – aber ich glaube sie passen einfach am Besten und ab und an darf es auch mal was Unvernünftiges geben, oder nicht?

Ob Schneegestöber oder nicht: Einen gemütlichen Abend mit gutem Essen kann man immer mal haben, oder?

livera

Vera startete 2012 den Blog Livera. Sie ist Psychologin, statt aber die Seelen anderer Menschen auszulesen, ist sie unterwegs, schreibt, bastelt, läuft, näht, kombiniert, kocht und entdeckt sie. Ganz ohne Psychoanalyse, allerdings vielleicht doch mit etwas mehr "Wie fühlt sich das an?".

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SHOWHIDE Comments (7)
  1. Hallo,
    was für ein schöner Post. Und obwohl Frühlingsanfang überall, denke ich dass dieser Pie trotzdem schmeckt. Das ist auf jeden Fall etwas für meine Kinder, die seit unserem Urlaub im Sommer auf alles stehen, was nur annähernd mit England zu tun hat.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

    1. Tja, da bin ich ganz bei deinen Kindern! Aber dass die beiden Geschmack haben, habe ich mir schon gedacht, als ich die Hobbitverkleidung gesehen habe

      Liebe Grüße!

  2. Das schmeckt ganz sicher auch im Frühling!
    Und dein Schneebild zeigt mir, dass ich es so schön finde und deshalb diesen Eindruck nicht durch unnötigen März-Schneematsch zunichte gemacht haben möchte (Ich hoffe Petrus liest hier mit!)

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