Fernweh-Freitag: Thailand

Zum vorerst letzten Mal gibt es heute einen Fernweh-Freitag: Sylvana erzählt uns von ihrem Thailandurlaub mit ihrem Freund. Während sie hauptberuflich als Rechtsreferendarin arbeitet, hat sie sich über die Jahre als Portrait- und Hochzeitsfotographin einen Namen gemacht. Die (wirklich tollen!) Bilder kann man auch auf ihrem Blog bewundern, der – ursprünglich als reiner Fotoblog – mittlerweile alles das zeigt, das ihr gefällt: Shootings, Trends, Momentaufnahmen, Kreatives,… und trotzdem: Dass Sylvanas Herz dem Fotografieren gehört, ist nicht zu übersehen. Auch nicht auf den folgenden Bildern:

Hallo ihr Lieben,
liebenswürdigerweise darf ich euch heute über meinen Monat in Thailand berichten. Nach meinem Jura Studium war es für mich und meinen Freund klar, dass wir erstmal verreisen wollten. Mit sehr wenig Budget kam da im Grunde nur Asien in Betracht. Und Thailand eignet sich perfekt für einen ersten Asienbesuch, da sich dieses Land schon gut auf Touristen eingestellt hat.

Eine großartige Vorbereitung gab es ehrlich gesagt nicht. Den Flug und die erste Hotelnacht hatten wir gebucht. Und haben natürlich vorher beim Hausarzt vorbeigeschaut, der meine Impfungen nochmal auf Vordermann gebracht hatte. Dabei handelte es sich allerdings um solche, die sowieso fast jeder hat, der mal aus Europa rausgekommen ist. Für den unwahrscheinlichen Notfall haben wir Malaria Profilaxe verschrieben bekommen. (Tipp: Bezahlt oft die Krankenkasse, wenn man nachfragt).
Den Rucksack habe ich typischerweise 2 Stunden vor Abreise gepackt. Darin befanden sich die normalen Sommer/ Strand Urlaubssachen. Das Moskitonetz haben wir nie gebraucht. Also unnötig, wenn man nicht gerade in den Dschungel möchte.
Ich habe ein paar Tops, Shorts, Bikinis und einen dünnen langärmligen Pulli mitgenommen. Lange Hosen braucht ihr nicht. In Thailand läuft eh jeder in diesen chilligen weiten bunten Hosen rum, die man für 2 € dort kaufen kann. Alles andere wäre auch viel zu warm und es dient auch nur zum Mückenschutz in der Dunkelheit. Kalt wird einem nie.



Der ursprüngliche Plan
Geplant waren zwei Nächte in Bangkok dann über Ayutthaya Richtung Chiang Mai und Chiang Rai. Einmal das goldene Dreieck schauen und von dort dann runter in den Süden zum Inselhopping. Spätestens am 5. Tag haben wir gemerkt, dass das sehr unrealistisch ist. Nicht nur wegen der Hitze braucht man für alles länger, man braucht auch viel mehr Erholung. Jeden zweiten Tag rumzureisen und in einem anderen Hotel zu schlafen, ist nicht sehr entspannend. Die vielen Eindrücke hauen einen wirklich um.
Daher haben wir direkt den Plan umgeschmissen und sind 3 Nächte in Bangkok geblieben. Von dort sind wir mit dem Zug für ca. 80 cent nach Ayutthaya gereist, wo wir zwei Nächte geblieben sind.

Bankok
Die ersten 3 Tage unserer Reise haben wir in Bangkok verbracht. So viel muss ich euch da gar nicht erzählen. Wir haben die typischen Touri Sachen gemacht: Den Königspalast und den liegenden Buddha besichtigt, uns durch Chinatown gequetscht, einen Nachtmarkt aufgesucht, die Khao San Road entlang gelaufen und uns dort für 5 € an der Straße massieren lassen. Tipps diesbezüglich findet ihr in jedem Reiseführer oder Reiseblogs.

Alle unsere Hotels haben wir übrigens mit der App Booking.com gefunden. Stadt eingeben und schwups findet man alle Hotels mit Bewertungen. Einfach unschlagbar.



Ayutthaya
Ayutthaya selbst ist mit einem Wort zu beschreiben: Ruinen. Dort befinden sich alte zerfallene Königspaläste. Also gaaaaaaanz viele Ruinen. Aber wir haben uns für 50 cent Fahrräder gemietet und sind wirklich bei 35 Grad den ganzen Tag schön durch die Gegend gefahren. Auf eine Schnellstraße sind wir leider auch gekommen. Das war durch den eher abenteuerlichen Fahrstil der Thais eh schon riskant, aber ich musste natürlich auch noch meine Kappe verlieren. Zum Glück gab es einen todesmutigen Thai, der sie mir von der Straße gefischt hat. Das Fahrradfahren kann ich sehr empfehlen. Dadurch haben wir einen ca. 3 meterlangen Waran im Wasser gesehen.
Allerdings sollte man den Nachtmarkt besuchen. Der ist zwar klein, aber fein und es gab dort leckeres Essen.



Kho Phi Phi
Der erste Eindruck von Kho Phi Phi war leider nicht so toll.
Die Bucht, voller Fähren, Speed- und Longtailboote, sah aus wie eine reine Öllache, dekoriert mit Müll.
Das liegt übrigens daran, dass sich gefühlt eine Million Longtailboote auf Kho Phi Phi befinden. Diese sind optisch sehr anschaulich mit ihren bunten Bändern, aber neben dem Gestank geben diese auch einen Großteil des Benzins direkt ins Wasser ab.
Wer nach Kho Phi Phi reist muss sich ferner bewusst sein, dass die Insel Nachts zu Mallorca 2.0 wird und Musik bis 4 Uhr morgens üblich ist. Selbst 30 Minuten vom Hauptstrand entfernt, konnten wir ein wenig vom Bass hören.Tagsüber zeigt sich die Insel allerdings von ihrer schönsten sonnigsten Seite und wurde für mich dann doch auf dem ersten Blick zur Trauminsel. Dabei sind viele meiner Fotos entstanden.Um dem Touristen- Getümmel zu entfliehen, erklommen wir den einzigen passierbaren Berg der Insel.Dort oben war es wirklich wunderschön. Insgesamt waren wir 5 Stunden unterwegs, in denen wir vor wilden Affen geflüchtet sind und unsere Ruhe hatten.Auf dem Rückweg genossen wir dann noch mit 100 anderen Backpackern den fantastischen Sonnenuntergang.
Wir machten auch eine Boots- und Schnorchel Tour für ca. 15 €. Dabei ging es u.a. zum Monkey- Beach (wohl bemerkt haben wir keinen einzigen Affen gesehen, dafür mal wieder sehr viel Müll) und zum „The Beach“- Strand (Eine kleine Bucht mit 30 Booten voller Touristen).


Eure Sylvana


livera

Vera startete 2012 den Blog Livera. Sie ist Psychologin, statt aber die Seelen anderer Menschen auszulesen, ist sie unterwegs, schreibt, bastelt, läuft, näht, kombiniert, kocht und entdeckt sie. Ganz ohne Psychoanalyse, allerdings vielleicht doch mit etwas mehr "Wie fühlt sich das an?".

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