Speisekarte mit Holzleiste: Simple Buchbinderkunst


Gestern habe ich mich im Speisekarten-Binden geübt. Nein, ich plane nicht ein Restaurant zu eröffnen (obwohl das definitiv auf meiner Liste mit Vorhaben steht – ich hoffe einfach fest auf so viel Energie, dass ein 24-Stunden-Tag nur noch relativ ist), ich habe nur meinem Bruder beim Basteln geholfen. Während er nämlich eine tolle Karte zusammengestellt hat, war er beim „Außenrum“ dann überfragt (oder er hatte keine Lust auf Basteln? Ich vermisse an dieser Stelle den Smiley mit den großen Augen).

Ich wusste schnell, wie ich es machen möchte und weil es so toll funktioniert hat, will ich euch das noch erzählen. Man kann so nämlich ganz tolle Büchlein erstellen oder einfach ein paar Bilder/Zettel hübsch binden.

Was braucht man also für das Büchlein?

  • Ich habe im Baumarkt Bastelgeschäft (mein Doofie-Baumarkt aka BauMaxx macht nämlich mit Sale-Sause Platz für Obi (Was täte ich nur ohne Klammern?)) diese Holzleisten besorgt. Weil es im Bastelladen leider nicht die Auswahl gibt, musste ich die Leisten erst mit dem Hobel dünner bringen und dann schleifen. Hat man schon dünne, schmale Leisten kann man sie natürlich gleich auf die richtige Höhe kürzen (geht super mit Gehrungslade aus dem Sale) . Mit der Bohrmaschine habe ich drei Löcher durch beide Leisten gebohrt (Ich! Nicht mein Freund!).
  • Außerdem benötigt man natürlich Papier. Es muss einfach nur im richtigen Format zugeschnitten sein, keine doppelte Breite etc. ist nötig. Ich habe mich für Klarsichthüllen entschieden, weil eine Speisekarte ja auch nach mehrmaligem Durchblättern noch schön sein soll. Außerdem ist das Format schön und die Blätter sind leicht austauschbar. Deshalb musste ich auch keine Löcher mehr stanzen.
  • Die erste und letzte Seite habe ich aus festerem Karton gestaltet.
  • Und dann braucht man noch drei Nieten oder Musterbeutelklammern (oder Buchbinderschrauben). Mit ihnen wird das Ganze einfach durch die Löcher zusammengeheftet.

Geht so schön einfach und sieht irgendwie gleich professioneller aus, oder? Und das Ganze macht sich natürlich umso besser inmitten bunter Herbstblätter. So wie eigentlich alles. Ist der Herbst nicht herrlich?

 

(Muss herleitungsmäßig irgendwas gemeinsam haben. So, und jetzt reiße ich mich echt mal zusammen mit den altklugen-möchtegernwitzigen Klammern. Gut, dass ich noch den re:BLOG habe, da trainiere ich mich wieder im ordentlichen Schreiben)

livera

Vera startete 2012 den Blog Livera. Sie ist als Psychologin im Personalbereich tätig, statt aber Seelen auszulesen, ist sie unterwegs, schreibt für Livera und andere Onlineformate, bastelt, läuft, näht, kombiniert, kocht und entdeckt sie. Ganz ohne Psychoanalyse, allerdings vielleicht doch mit etwas mehr "Wie fühlt sich das an?".

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