Nachhaltig feiern #1: Getränke

Getränke für eine Feier organisieren

Drinks und Getränke organisieren

 

Vor Kurzem hatten wir etwas über 30 Personen zu einer kleinen Feier eingeladen. Meine Mutter hatte Geburtstag und als ihre Kinder wollten wir ihr einen schönen Abend mit Freunden schenken. Für mich war es nicht nur das erste Mal, eine doch etwas größere Veranstaltung zu organisieren, sondern vor allem auch das erste Mal, für so viele Personen ein Buffet zu organisieren. Wir wollten den Abend unter nachhaltigen Aspekten gestalten und für mich gab es kein vegetarisches Catering, das überzeugt hätte und halbwegs leistbar bzw. in der Nähe gewesen wäre.

Im Wesentlichen gab es also drei große Aufgaben

  • Organisation, Gäste und Räumlichkeiten mit Einladungen, Deko usw.
  • Buffett
  • Getränke

Weil es keine gute Feier ohne gute Getränke gibt, beginne ich die kleine Serie mit diesem Thema. Während mir gleich viele Ideen kamen, welche Getränke man wie organisieren könnte, musste ich erst mal recherchieren, was wirklich Sinn macht und vor allem, welche Mengen man einplanen sollte. Das Ganze ist natürlich ziemlich abhängig von der Art der Veranstaltung, den Gästen und den räumlichen/örtlichen Gegebenheiten aber mithilfe von Internet und Tipps meiner Tante, die mir mit ihrer Erfahrung in dem Bereich helfen konnte, konnten wir die Getränke gut organisieren. Wenn ihr also für eine große Gesellschaft Getränke organisieren wollt, habe ich vielleicht ein paar Hinweise für euch.

 

Getränkespender für große Gesellschaft

Mit Makava Eistee feiern

 

Welche Getränke?

Generell macht es Sinn, sich auf einige wenige Getränke zu beschränken. Wenn man hochwertige „Basics“ und ein bis zwei „fancy Drinks“ hat, kann man nicht nur besser kalkulieren, sondern macht sich auch nicht mehr Aufwand als nötig. In Wahrheit fällt es kaum jemandem schwer, auf den einen, ganz speziellen Drink verzichten zu müssen, wenn es gute Alternativen gibt. Wir haben für den alkoholischen und alkoholfreien Bereich nur Klassiker und jeweils ein Getränk, dass die meisten noch nicht kannten, ausgewählt. So kann man ein bisschen ausprobieren, oder bei Altbewährtem bleiben .

Wir wollten an antialkololischem nur die Basics: Wasser mit und ohne Kohlensäure und mit Obst, naturtrüben Apfel-, Johannisbeere- und Orangensaft für Schorlen und einzelne Flaschen Limo. All diese Getränke kriegt man leicht als Bioprodukte oder sogar aus regionalem Obst gepresst, ohne viel Aufwand betreiben zu müssen. Das Highlight der Feier war allerdings Makava. Die Eistees auf Mate-Basis kommen aus Österreich und werden aus biologisch angebauten Zitronen aus Italien fair und biozertifiziert hergestellt und geliefert. Durch den Koffeingehalt ist es das perfekte Partygetränk und hat dabei 22 kcal/100ml. Cola und Co. können also einpacken. Hinter der Marke steckt außerdem ein junges nettes Team mit Idealen, das jahrelang an dem perfekten Geschmack und Konsistenz getüftelt hat.

Bei den alkoholischen Getränken haben wir genauso auf Klassiker gesetzt. Bier und vor allem Wein bekommt man mittlerweile sehr einfach in Bioqualität und je nach Lage in Deutschland auch halbwegs regional. Wenn man Drinks mixen möchte, braucht man schon für kleinere Gesellschaften mindestens eine Person, die den ganzen Abend nur dafür zuständig ist, deshalb haben wir darauf verzichtet. Als Alternative zu Bier, Wein(schorle) und Sekt gab es den tollen Cider von Goldkehlchen. Der macht nicht nur optisch was her, sondern wird außerdem vegan, ohne Zuckerzusätze und mit (vielen) Früchten aus regionalem Anbau in meiner ehemaligen Studienheimat, der Steiermark, produziert. Wir hatten Apfel, Birne und Weichsel, wobei wir alle Birne am liebsten mochten. Die Cider sind nicht zu süß und man schmeckt noch den natürlichen Geschmack der Früchte, mit 4,5% Alkohol sind sie außerdem auch für diejenigen geeignet, die nicht zu viel Alkohol trinken möchten. Außerdem sind sie wirklich etwas Besonderes, das nicht nur interessiert begutachtet wurde, sondern allen gut geschmeckt hat.

Tee und Kaffee sind ein Leichtes, weil man im Grunde nur Wasser, Tee/Kaffeepulver und Milch bereit haben muss (Was tatsächlich herausfordernd sein kann, wenn man Milch zuhause vergisst. Also wenn. Hypothetisch. ). Den Kaffee haben wir frisch aufgegossen. Es mag bessere Methoden geben, aber diese ist bestimmt die einfachste, wenn man den Kaffee wirklich frisch zubereiten möchte.

 

Welche Mengen machen Sinn?

Die Mengen richtig einzuplanen war für mich die größte Herausforderung. Es bietet sich an, alles das, was möglich ist, im Getränkemarkt zu holen, weil man dort auf Kommission alles wieder zurückgeben kann, was man zuviel besorgt hat (und bei uns war das einiges – macht ja aber auch so rum nichts). So kann man etwas großzügiger planen.

Für die alkoholfreien Getränke ist es am einfachsten, sich zu überlegen, was eine Person trinkt und die Menge hochzurechnen. Es hilft, die Gesellschaft durch drei zu teilen. Ich habe mir dafür drei verschiedene „Trink-Modelle“ überlegt und für eine 30-Personen-Gesellschaft großzügig x10 gerechnet. Daneben haben wir etwas mehr Wasser besorgt und gerade stilles Wasser mit Obst kann man ja beliebig oft nachfüllen.

Ähnlich ist es bei den alkoholischen Getränken, wenn es dabei auch ein bisschen komplizierter wird. Ich habe mit meiner Tante ganz plakativ in  Männer und Frauen unterteilt, weil wir das ja durch die Zusagen relativ genau wussten. Bei den Männern sind wir davon ausgegangen, dass mehr Bier und etwas Wein getrunken wird. Dabei haben wir das Ganze sehr großzügig hochgerechnet, weil man Bier eh auf Kommission bekommt und guter Wein gerne als Vorrat für den eigenen Haushalt übrig bleiben darf (ich habe zweitere Entscheidung nie bereut ).

Bei den Frauen habe ich wieder gedrittelt und mir drei Typen überlegt: Einen, der nichts oder so gut wie nichts alkoholisches trinkt und zwei weitere Modelle, wobei ich alle drei wieder auf ein Drittel hochgerechnet und zusammengezählt habe. Natürlich gibt es auch unter den Männern Fahrer und unter den Frauen welche, die gern und viel Bier trinken, aber an irgendeiner Statistik muss man sich orientieren, um hochzurechnen und diese Methode hat für uns super funktioniert!

Milch für Kaffee und Tee nicht vergessen!

 

Nachhaltige Getränke und Drinks

 

Planung, Organisation und Angebot

Der spaßige Teil der Organisation: Das Arrangement vor Ort. Je nach Feier kann man natürlich alle Getränke kaufen und in Kästen zur freien Entnahme bereitstellen. Finde ich aber eher unromantisch .

Wir haben uns für ein Getränkebuffet entschieden. Einen schönen Wasserspender hatte sich meine Mutter schon lange gewünscht und so bekam sie ihn auf diese Weise. Die restlichen Getränke haben wir in alte Weinkisten bzw. Zinkeimer mit Eis arrangiert. Leider war ich den ganzen Abend so beschäftigt, dass ich ganz vergessen habe, ein paar mehr Fotos zu machen. Mein Bruder, der im Hotelfach gelernt hat (was wäre ich an diesem Abend ohne ihn gewesen?), war gut damit beschäftigt zu Beginn ein paar Getränke auszugeben und dann über den Abend verteilt immer nachzufragen, ob denn jemand noch was möchte. An sich aber konnte man sich einfach bedienen und wir hatten immer eine Auge darauf, dass genügend gekühlte Getränke nachgelegt wurden. Das Getränkebuffet ist außerdem ein Treffpunkt, an dem man ins Gespräch kommt – und sei es nur über ein spezielles Getränk, das man noch nicht kannte – deshalb würde ich das immer wieder so machen.

Nachdem die Feier ein Geschenk war, haben wir die Buffettkosten natürlich übernommen. Wenn die Gäste bezahlen sollen, wird es sicherlich etwas komplizierter. Vielleicht empfiehlt sich dann eher eine Kasse aufzustellen, in die jeder nach Gutdünken Geld legt.

Vielleicht helfen euch meine Erfahrungen ja bei der eigenen Organisation – oder ihr habt noch eine Ergänzung oder einen Tipp?

 

Bio Drinks für deine Feier

livera

Vera startete 2012 den Blog Livera. Sie ist Psychologin, statt aber die Seelen anderer Menschen auszulesen, ist sie unterwegs, schreibt, bastelt, läuft, näht, kombiniert, kocht und entdeckt sie. Ganz ohne Psychoanalyse, allerdings vielleicht doch mit etwas mehr "Wie fühlt sich das an?".

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