Frühlingswind, Whiskey und ein Wohlfühlhotel in Dublin

Frühlingswind in Dublin

Whiskeybrennerei

 

Vor Kurzem habe ich meinen Freund zum Geburtstag mit einem Ausflug nach Dublin zum folgenden Tag überrascht (zumindest hoffe ich das immer noch). Ich habe bisher nie über Urlaube, Wochenendtrips oder Ausflüge gebloggt, allerdings dachte ich, dass mit dem neuen Konzept für Livera magazine auch Platz ist, die ein oder anderen Eindrücke von unterwegs festzuhalten. Obwohl ich nicht vorhabe, hier Privates zu zeigen, gibt es doch viele Ideen, Motive und Inspiration, die sehr teilenswert sind und die ich vielleicht in Zukunft das ein oder andere mal hier zeigen werde.

Während ich im Urlaub normalerweise gerne rumkomme, finde ich für kurze Aufenthalte ein schönes Hotel am entspanntesten. Und „entspannt“ beschreibt sowohl unsere Zeit in Dublin, als auch die Stadt selbst am besten. Entspannt ist zum Beispiel das Klima, das nicht nur Lust auf das Leben Draußen sondern auch das grünste Grün überhaupt hervorruft. Gegen Ende Februar fühlte sich Dublin ungefähr so frühlingshaft an, wie Berlin im Mai. Dass die Menschen auf der Straße leben und feiern, tut sein Übriges.

 

 

Medicine Dublin

Dublinliebe

Kultur in Dublin

 

Für ein bisschen Kultur ist natürlich auch Platz in vier Tagen Dublin. Anstatt zu viel Zeit damit zu verbringen, die schönen Kathedralen/Kirchen/Castles zu finden, sind wir ohne festes Ziel durch die Straßen und Parks gelaufen und haben unterwegs nicht nur schöne Straßen, Fassaden, Cafés und Restaurants, sondern tatsächlich fast alle größeren Sehenswürdigkeiten mal entdeckt. Die tollen Gebäude und Privathäuser in Dublin sind eigentlich alleine einen Besuch wert und super inspirierend, wenn man ein bisschen Zeit zum Träumen findet. Weil ich Museen oft anstrengend finde, wenn man nur wenig Zeit in einer Stadt verbringt, habe ich das EPIC Ireland Museum rausgesucht, das sehr kurzweilig einen Einblick in die irischen Auswanderungswellen gibt. Das Whiskey Museum ist mindestens genauso spannend und wer wie ich dank Jack Daniels nicht zu den größten Whiskey-Fans gehört, kann es dort noch werden.

In Sachen Guiness-Kultur haben wir die Theorie gleich übersprungen. Was Dublin einfach besonders macht, sind die vielen Pubs und vor allem die Tatsache, dass sie eigentlich immer gut besucht sind. Temple Bar ist perfekt für die obligatorische Heute-spielt-Geld-mal-keine-Rolle-Großbritannien-Bar-Tour (die ich jedem für mindestens einen und maximal einen Abend sehr empfehlen kann) und nach ein paar Stunden in Irlands Pubs macht es wohl am meisten Spaß, durchzudrehen in Sachen irischer Aussprache. Man kann ohnehin nicht verhindern, dass sie einen für Touristen halten, dann kann man auch gleich Spaß dabei haben und vielleicht sogar ein bisschen was dazulernen. Ich habe mich trotzdem wie der schlimmste Englisch-Versager gefühlt, wenn ich manchmal kein Wort verstanden habe (was natürlich nur an der lautstarken Livemusik liegt)…

Abendstimmung Dublin

Zum Leuchtturm

 

Klippen in Howth

 

Natur findet man nur etwa eine halbe Stunde von der Stadt entfernt in Howth, wo man in toller Umgebung ein bisschen wandern kann. Nachdem die Halbinsel mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, ist es dort allerdings eher touristisch und wer Großbritanniens Küsten mal für sich hatte, belässt es vielleicht lieber bei den Stadt-Eindrücken und nimmt das irische Grün dann noch etwas mehr außerhalb mit.

Dublin

Hotelsuche Irland

Hotellounge mit Kamin

 

Die Hotelsuche fand ich in einer Stadt, in der man wohl eher auf Bed&Breakfast setzen sollte, ziemlich schwierig, wurde aber mit einem super genialen Hotel belohnt! Das klappt bei mir wirklich nicht so oft, dass ich mich in einem Hotel ganz und gar wohlfühle, aber das Sandymount hat das mit der ersten Sekunde geschafft. Hinter typisch Dubliner Häuserfassaden hatten wir ein hübsches Hotelzimmer mit tollem Bad, das so super gepflegt wurde, dass selbst mein übertrieben ausgeprägtes Hygiene-Misstrauen verschwand, außerdem war das Personal auffallend herzlich, erfüllte uns jeden Wunsch und arbeitet dabei noch nach (ausgezeichneten) Umwelt-nachhaltigeren Ansprüchen als normalerweise üblich. Nach einer Nacht hatte ich das Gefühl, schon seit Monaten nicht mehr so erholt aufgewacht zu sein (und dabei hatte ich noch nicht mal gefrühstückt!). Man kann vielleicht noch günstiger in Dublin nächtigen, aber mit Sicherheit nicht entspannter.

Wart ihr mal in der irischen Hauptstadt? Vielleicht habt ihr ja eine Ergänzung?

 

Pubkultur in Dublin Guiness

livera

Vera startete 2012 den Blog Livera. Sie ist Psychologin, statt aber die Seelen anderer Menschen auszulesen, ist sie unterwegs, schreibt, bastelt, läuft, näht, kombiniert, kocht und entdeckt sie. Ganz ohne Psychoanalyse, allerdings vielleicht doch mit etwas mehr "Wie fühlt sich das an?".

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