Sommerfrischer leichter Limettenkuchen

Sommerlich leichter Kuchen

Einfache Limettentorte Livera

 

An manchen Tagen muss man gnädig mit sich selbst sein. Die letzten Wochen war ich im Work-Flow. Früh aufstehen, gemütliches Frühstück, Arbeiten, Sport, Arbeiten, gesundes Essen, zwischendurch mal schöne Ausflüge und Treffen; ich habe mich richtig gut gefühlt und viel geschafft. Heute morgen wurde ich dann (anstatt wie sonst von alleine aufzuwachen) vom Wecker aus ohnehin unruhigem Schlaf (guter Schlaf ist sonst meine Spezialität ) gerüttelt. Kaffee statt in die Tasse in das Sieb unten drunter laufen lassen, die Erdbeeren zum Frühstück sind fast alle verschimmelt. Die Post bringt eine rückwirkende GEZ-Rechnung, der Drucker streikt, Apple ruft an um mir zu sagen, dass mein Mac noch länger in Reparatur ist und mein Windows-Rechner (den ich ohnehin nicht verstehe) enthält mir das Internet vor.

Draußen scheint die Sonne und irgendwie bin ich an dem Punkt, an dem ich denke: Dann halt nicht. Ich bin in der glücklichen Situation, momentan selbstständig zu arbeiten und auch wenn ich sowieso kein Wochenende geplant hatte, an dem man nacharbeiten könnte, schießt mir in dem Moment durch den Kopf, was ich am Tag zuvor mit einer Freundin besprochen hatte: Ab und an dürfen wir einfach mal großzügig sein mit uns selbst. Und müssen wir vielleicht. Dann eben heute kein effektiver Arbeitstag, dann funktioniert es heute eben mal nicht. Ich habe irgendwie trotzdem gute Laune, aber vielleicht kennt ihr diese Sorgen, diese Angst etwas aufzuschieben, etwas zu übersehen oder nicht zu schaffen? Weg damit! Ich sage das nicht, weil ich darin so gut bin, sondern weil es so sinnlos ist, sich von diesen Gedanken treiben zu lassen! Das Leben ist jetzt und jetzt scheint die Sonne. Morgen hat sich vielleicht manches schon von selbst gelöst.

Ich schreibe mit meinem Freund, der in China gerade Mittag macht und er hat plötzlich die Drucker-Lösung. Ich gucke in den Spiegel, mein beim letzten Spiegelblick noch verquollenes Gesicht hat sich erholt und es geht weiter. Mal sehen was ich heute schaffe, heute ist auch einfach mal Freitag und vielleicht mache ich ab Mittag Schluss. Vielleicht hole ich mir sogar noch ein Schoko-Croissant, aber man muss ja nicht übertreiben.

Eine wirklich verdammt gute Gönnung ist übrigens meine Limetten-Kuchen, den ich aus einem Rezept meiner Oma abgewandelt habe und der dank Quarkfüllung noch nicht mal „tortenungesund“ ist. Ich liebe (fast!) alles Saure und sauer macht ja auch lustig, wah?

 

Sommerlicher Kaffeetisch mit Limettenkuchen

Frischer Sommerkuchen mit Zitrone

Leichter sommerlicher Kuchen

 

Ich benutze übrigens zum Backen (immer noch) Eier, auch wenn ich ein ganz schlechtes Gewissen dabei habe. Meine Tierarzt-Freundin, die mehr Ahnung davon hat und die Betriebe von innen kennt, bringt mich dann gerne mal runter. Ich vertrage pur kein Ei (mir wird schon seit der Kindheit speiübel davon), aber beim Backen habe ich noch nichts gutes ohne zustande gebracht. Die Menge macht’s würde ich sagen, aber es lohnt sich beim Kauf von tierischen Produkten genauer hinzusehen. Ich habe lange gedacht, ich wäre ganz gut dran, indem ich Bio kaufe, aber das ist leider eine Illusion. Ich versuche vegan zu kaufen, aber bei Quark/Joghurt, der Milch für den Kaffee und eben ab und an mal ein paar Eiern liegen meine Ausnahmen. Falls jemand also einen Tipp für Milchprodukte aus Norddeutschland hat (und dann auch noch in Größen, die man vielleicht auch aufbrauchen kann), dann immer her damit! Mich macht diese Intransparenz gerade so wahnsinnig, dass ich seit dem Umzug keine Quelle mehr kenne, von der ich kaufen möchte…

 

Was ihr für den Limettenkuchen braucht:

  • 150g Butter (am besten pflanzlich z.B. aus Raps)
  • 180g Puderzucker
  • 3 Eier
  • 90g Speisestärke
  • 100g Mehl
  • 1/2 Pck. Weinsteinbackpulver
  • Abrieb von zwei Bio-Limetten

 

  • Quark
  • Abrieb einer dritten und Saft von allen drei Bio-Limetten
  • Mark einer Vanilleschote
  • etwas braunen Zucker/Honig/Agavendicksaft zum Süßen
  • Puderzucker für einen Guss

 

Die Zutaten für den Teig (1. Block) werden in der angeführten Reihenfolge miteinander verrührt und eine gute Weile gerührt (da lohnt sich mal meine Küchenmaschine). Ich habe für die Menge eine etwas kleinere Springform benutzt, das ging perfekt. Der Teig wird je nach Ofen etwa 80 Minuten bei 175 Grad gebacken. Dank meiner Mutter verwende ich mittlerweile nur noch Umluft zum Backen, das funktioniert bei Kuchen meiner Meinung nach noch besser als Unter-/Oberhitze. Anschließend mit einen scharfen Messer einmal rund um den Kuchen einschneiden und einen Bindfaden drum herumlegen, der durch Zusammenziehen zwei gleich große Kuchenhälften hervorbringt.

Den Quark mit Vanille, dem Abrieb und Limettensaft schlagen und mit Süßungsmittel abschmecken. Eventuell könnt ihr noch einen Schluck Milch oder saure Sahne dazugeben, damit die Füllung weicher wird. Auf die untere Kuchenhälfte streichen, Deckel drauf und mit warmem Wasser und Puderzucker einen Guss anrühren. Ich finde den ganz dicken Guss ja immer schöner, es wird dann aber auch schnell sehr süß, weshalb ich nicht zu viel benutzen wollte.

 

Der perfekte Sommerkuchen, weil er durch den Quark und die Limette sehr frisch wird!

 

Kuchenrezept von Oma - LIVERA

Leichtes frisches Kuchenrezept

Kuchenrezept auf Livera

livera

Vera startete 2012 den Blog Livera. Sie ist als Psychologin im Personalbereich tätig, statt aber Seelen auszulesen, ist sie unterwegs, schreibt für Livera und andere Onlineformate, bastelt, läuft, näht, kombiniert, kocht und entdeckt sie. Ganz ohne Psychoanalyse, allerdings vielleicht doch mit etwas mehr "Wie fühlt sich das an?".

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