3 Rezeptideen, die Lust auf Herbst machen

Livera Rezepte im Herbst

 

Der Herbst kam plötzlich aber umso schöner! Ich will jetzt gar nicht wieder von dem Duft nach Laub, der frischen Herbstbrise und dem niedrig stehenden goldenen Licht anfangen, denn ich rede sowieso ständig davon. Über die Herbsternte haben wir allerdings noch nicht gesprochen. Sollte man vielleicht auch nicht vertiefen, denn für einige (Obst)Bauern ist das ja 2017 auch kein schönes Thema, dennoch bleiben genügend verdammt gute Herbst-Dinge auf den Bauernmärkten. Nachdem ich sowieso dauernd Essen fotografiere und drei Rezepte hier in den letzten Tagen besonders für Begeisterung gesorgt haben, zeige ich euch heute mal Inspiration für drei Gerichte, die definitiv Lust auf Herbst (oder Spätsommer, wenn ihr ein bisschen sentimental seid) machen!

 

(Alle Rezepte sind zum Sattwerden für Zwei oder mit Beilage für Vier bemessen)

Ein Resteverwertungsessen, dass sich als uuuuuuultra gut herausstellte, bestand aus folgendem:

  • 100g Pfifferlinge
  • 200g Buschbohnen
  • 100 g Mungobohnenkeime
  • Drei große Karotten (bei uns 2x gelb, 1x orange)
  • 1/2 Salatkopf
  • eine Hand voll getrockneter Cranberries
  • einige Cashewkerne
  • frische Petersilie
  • Bohnenkraut, getrocknet
  • etwas Schwarzkümmel
  • etwas gutes (!) Olivenöl
  • Weißweinessig
  • Salz/Pfeffer

 

Solange die Pfanne noch nicht fettig ist, die Cashewkerne (ich hacke sie meistens etwas kleiner) und Schwarzkümmel anrösten.

Karotten zwischenzeitlich schälen und in Streifen schneiden – in etwas Olivenöl bei niedriger Hitze anrösten. Die Bohnen kocht man am besten vor und gibt sie dann einfach mit etwas Bohnenkraut zu den Karotten dazu. Für Faule wie mich geht es auch direkt in der Pfanne, das dauert allerdings deutlich länger und darf nicht zu heiß gemacht werden. Währenddessen könnt ihr den Salat waschen und fein schneiden. Auch die Mungobohnen waschen und alles vermischen. Mit Olivenöl, Weißweinessig, Salz & Pfeffer zu einem Salat vermischen.

Die Pfifferlinge putzen und separat mit etwas Petersilie in einer Pfanne knusprig anbraten (ganz ehrlich: Schmeckt nun mal einfach am besten in Butter – danke Oma!). Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann über den Salat geben und mit Cranberries, Kräutern, Cranberries und Schwarzkümmel garnieren.

 

Rezept mit Pilzen im Spätsommer

Livera I Kochen im Herbst

Livera Kochen mit Kürbis

 

Als ich die Familie vor kurzem wiedertraf, für die ich jahrelang Tagesmutter war, bekam ich erzählt, dass man mich besonders für meine Suppen vermisst (und für Fischsoßen, aber in meiner Erinnerung hab ich das keine drei Mal gekocht – außerdem bekommt man ja von Kindern meist nur zu hören, was NICHT geschmeckt hat In meinem Fall war das oft „MUSST du IMMER Gemüsesuppe machen?“). Vielleicht schmeckt man einfach, dass ich gerne Suppen esse… Für die herbstliche Kürbissuppe hatte ich:

  • kleiner Hokkaido (ca. 500g)
  • 1-2 Frühlingszwiebel/n
  • kleines Stück Knollensellerie für die Würze
  • kleines Stück Kohlrabi für die Würze
  • kleine Knoblauchzehe
  • Ingwerknolle
  • Röschen 1/2 Blumenkohls
  • etwas Fett zum Anbraten
  • 1 TL Zimt, fein gemahlen
  • 1 TL Rosmarin, fein gemahlen
  • etwas Pinienkerne
  • einige wenige Chilifäden
  • Salz/Pfeffer

Den Kürbis schälen, aushöhlen und in kleine Stücke zerteilen. Etwas Öl oder Fett im Topf erhitzen. Den 1/2 Knoblauch und den Ingwer reiben (Wir haben dafür dank Marie dieses praktische Teil) und Sellerie und Kohlrabi fein stückeln, dann alles gemeinsam kurz anrösten. Von der Frühlingszwiebel einige Ringe mit anschwitzen und einen Rest zum Garnieren aufbewahren. Das Gemüse mit einem TL Zimt und 1 TL Rosmarin würzen und mit Wasser aufgießen. Alles weich kochen und dann pürieren. In dieser Zeit könnt ihr schon den Blumenkohl zerteilen und mit Salz, Pfeffer und etwas Knoblauch in einer Pfanne rösten. Wenn die Suppe dann püriert ist, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Blumenkohl, gerösteten Pinienkernen und Chilifäden garnieren. Achtung, die Chilifäden sind trocken so mild, dass man sie sogar so essen kann, entfalten aber ihre Schärfe in der Suppe.

 

Den Kichererbsen-Kürbis-Salat habe ich für ein Gartenpiknick spontan improvisiert und wir haben ihn alle so gut gefunden, dass es das Rezept bestimmt öfter geben wird. Dazu habe ich verwendet:

  • 60 g Rauke
  • kleiner Hokkaido (ca. 500g)
  • 215 g Kichererbsen aus dem Glas
  • 1 Lauchzwiebel
  • Garam Masala
  • etwas Sonnenblumenkerne
  • etwas Sesam
  • etwas gutes Olivenöl
  • Schuss Balsamico-Essig

 

Sonnenblumenkerne und Sesam in einer Pfanne rösten. Den Kürbis schälen, aushöhlen und in kleine Stücke zerteilen. In einer Auflaufform mit Salz und Pfeffer und etwas Olivenöl im Ofen weich garen. Währenddessen die Kichererbsen abtropfen lassen und mit dem Garam Masala an etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne knusprig braten. Die Lauchzwiebel fein schneiden und die Rauke waschen und von groben Stängeln entfernen. Mit dem lauwarmen Gemüse vermischen, Sonnenblumenkerne und Sesam untermischen und mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Balsamico-Essig abschmecken.

 

Herbstlicher Salat auf Livera

Kürbis-Kichererbsen-Bowl mit Rucola und indischen Gewürzen

livera

Vera startete 2012 den Blog Livera. Sie ist Psychologin, statt aber die Seelen anderer Menschen auszulesen, ist sie unterwegs, schreibt, bastelt, läuft, näht, kombiniert, kocht und entdeckt sie. Ganz ohne Psychoanalyse, allerdings vielleicht doch mit etwas mehr "Wie fühlt sich das an?".

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