Überraschungs-Babyshower und 3 Tipps für die minimalistische Erstausstattung

Minimalistische Babyausstattung

Livera nachhaltige Babyshower

 

Vor einigen Tagen wurde ich mit einer Babyshower überrascht. Es war ein weiterer von den vielen Momenten, die das Familiegründen so schön machen, in dem ich total überrascht war von der Liebe und Mühe unserer Freunde für uns. Das Schönste daran: Ich bekam keine knallpinke-Partyspiele-billige-Bodys-Anmal-Aktion, sondern ein paar schöne Stunden, die unserem Babymädchen gewidmet waren.

Es kam eine Freundin aus der Schweiz angeflogen, eine andere mit Kuchen im Gepäck bei einer vierstündigen Zugfahrt und die Berliner Mädels haben hier für Deko, einen Brunch und das Auskommen der benachbarten Spätis gesorgt.  Jede der Anwesenden hatte sich Gedanken darüber gemacht, wie diese Stunden für mich am schönsten sein würden.

Mein Berlin-girls-crush, die eigentlich mit girly Partyorganisation wenig am Hut hat, hat dafür gesorgt, dass es statt 1000 unnützen Geschenken ein Budget gab, das ich nun selbst spenden kann (meine Besorgungen/Babyerstausstattung zeige ich hier unter „Babyprodukte“). Bei 35 Grad, mit den besten Croissants der Gegend (ich LIEBE Croissants), Rohkost (dazu muss man mich auch ein bisschen kennen) und jeder Menge anderem leckeren Essen (hat man mir ja nicht gesagt, sonst hätte ich mich beim Frühstück vorher zurückgehalten) und einer Bowle mit und ohne Alkohol (immerhin, auch wenn ich die einzig Nüchterne war, schönen Blumen, nur wenigen sehr ausgewählten Babygeschenken und einer umso rührenderen Karte von allen Anwesenden. Wir waren anschließend gemeinsam im Park und noch bevor ich wieder zuhause ankam, wurde mir sogar die Wohnung aufgeräumt und geputzt.

 

Babyshower Überraschung

Oh Baby

Minimalistische Babyerstausstattung

Babyshower Livera

Baby Girl

Minimalistische Baby-Erstausstattung

Überraschung-Baby-Party

 

Keine Erwartungen, keine ungewünschten Geschenke, kein erzwungenes Programm. Tatsächlich haben wir schon beim Thema Erstausstattung, das wir gerade kräftig vorantreiben, viel über (ungewünschte) Geschenke gesprochen. Ich bin an sich schon sehr eigen in diesen Dingen, dazu kommt aber, dass wir möglichst nachhaltig nur das haben möchten, das wir für unsere kleine Familie wirklich brauchen. So, wie es uns gefällt und wir ein gutes Gewissen damit haben. Glücklicherweise sind unsere Familien und Freunde da alle super entspannt und kennen uns gut genug, um uns nicht zu überhäufen. Was wir wirklich brauchen, wissen wir mangels Erfahrung ja selbst noch nicht. Wir wollen es entspannt und für uns rausfinden. Trotzdem habe ich mir zu diesem Thema viele Gedanken gemacht und ich möchte unsere drei hauptsächlichen Schritte, um die Babyerstausstattung nachhaltig und minimalistisch zu halten, einmal hier teilen.

 

Entspannte Planung

Ein für mich sehr hilfreicher Hinweis , den wir oft bekamen – von Hebammen, unserer Entbindungsklinik, meiner Mutter und Müttern – ist, einfach nichts zu besorgen, wovon man noch gar nicht sicher weiß, ob man es braucht. Das ist für mich ein richtiger Grundsatz geworden. Ein paar Dinge braucht das Baby für den allerersten Start , andere gehören bestimmt in die Kliniktasche (und die sollte ich jetzt in der 36. Woche echt auch mal packen und dann will man vielleicht auch einfach mal zum Spaß was besorgen. Allerdings gibt es so viel, das man noch gar nicht weiß: Brauchen wir Windeln oder kommen wir mit Stoffwindeln zurecht? Welche Babytrage passt überhaupt zu unserem Kind? Mag es oder braucht es Schnuller? Womit spielt es später gerne? Welche Produkte braucht man oder vertragen Mama und Baby?

Es gibt sehr gute Listen von den Kliniken, die aufzählen, was man wirklich braucht. Und selbst da haben wir nur die notwendigste Anzahl an Bodies und Co. (danke Vergangenheits-Ich für die Investition in einen Waschtrockner).
Ein Bettchen (auch da scheiden sich die Geister), eine Ausstattung zum Wickeln (da dachten wir anfangs auch noch eine dünne Auflage für’s Bett reicht uns), einen Hochstuhl (einfach nur, weil ich ihn wollte ), Kinderwagen/Babyschale, Stauraum, Schnuller, ein Fläschchen, eine Nagelschere und ein Badethermometer und dann die Erstausstattung an Textilien: Mehr haben wir nicht auf der Liste und alles andere muss dann wohl nach Bedarf besorgt werden.

Man liest immer, dass das zweite Trimester ideal ist, um entspannt mit den Besorgungen beginnen. Jetzt, mit 5 Wochen Mutterschutz, die noch vor mir liegen, hatte ich aber immer noch genügend Zeit, alles durchzudenken und zu vervollständigen. Damit ist man auch früh genug, um noch einiges gebraucht zu organisieren oder sich bei anderen Produkten etwas mehr einzulesen oder zu erkundigen.

 

Ehrliche Kommunikation

Was wir auch von Anfang an gemacht haben: Wir haben alle gewarnt. Und zwar ziemlich direkt. Zu jeder Idee, die uns nicht gefallen hat (Kennt ihr diese Baby-Bespaßungs-Wippen? ), haben wir das auch direkt so gesagt und allen von Anfang an gesagt, dass wir ganz minimalistisch nur wenige Dinge für das Kind haben möchten. Und betont, dass wir ganz eigene Vorstellungen haben. Bei jeder Gelegenheit. Immer wieder. Auch wenn es oft süß war, die Ideen für unser Baby zu hören. Ich finde das macht man viel zu selten, oder? Viel zu oft hat man Angst, jemanden vor den Kopf zu stoßen oder sogar zu verletzen. Wenn man aber früh genug damit anfängt und das ganze mit Humor angeht, dann kann man sich sicher einiges ersparen. Ich habe schon öfter Sätze gehört wie „Naja, die Strampler die du nicht magst, nimmst du dann eben als Schlafanzug“. Ich will aber auch keinen doofen Schlafanzug!

Schön ist, wenn das die Leute um einen rum verstehen und wenn ihnen wichtiger ist, was die Beschenkten möchten, als was sie sich selbst vorstellen. Selbstverständlich ist das nicht. Umso wichtiger finde ich, da von Anfang an deutlich zu sein. Und wenn man es dem ein oder anderen eben als einen ganz bestimmten minimalistischen Lebensstil verkaufen muss, dann ist das im Zweifel eben die Erklärung, die der ein oder andere braucht. Mal sehen, wie weit wir damit kommen, bisher sieht es gut aus .

 

Wunschlisten für alle Fälle

Gesellschaftlich gehören Geschenke für viele irgendwie zu manchen Life Events dazu. Ich finde das eigentlich schade, weil ich nicht möchte, dass sich irgendjemand verpflichtet fühlt und ich selbst schenke auch dann am liebsten, wenn ich eine gute Idee habe und nicht, wenn der Anlass es erforderlich macht. Aber: Schenken macht ja auch Spaß. Und wie gesagt, für viele gehört das dazu. Bei uns kommen gerade viele dieser Events auf einmal: Hochzeit, Baby, 30ter Und jedes Mal habe ich betont, dass man uns wirklich nichts schenken muss, dass für uns das schönste Geschenk ist, wenn mit uns gefeiert wird (sonst sage ich gerne: „Lade mich auf einen Drink/Kaffee ein, wenn du mir eine Freude machen willst“). Und trotzdem haben wir von einigen immer Geschenke bekommen. Bisher glücklicherweise sehr ausgewählt und oft vorher mit uns besprochen.

Eine andere Möglichkeit damit umzugehen, sind Wunschlisten.

Ich will hier keine Werbung machen, aber es gibt z.B. online beim großen Bücherversand (sorry…) Babywunschlisten, die man gemeinsam verwalten und teilen kann. Man muss die Dinge ja nicht dort kaufen. So wissen diejenigen, die sehr gerne etwas schenken mögen, was benötigt wird und diejenigen, die nichts schenken wollen, müssen sich nicht aufgefordert fühlen. Wir hatten auf unserer Wunschliste all die Dinge für die Erstausstattung und haben jetzt das meiste selbst als besorgt markiert – zuletzt gestern, nicht ohne den Mädels mitzuteilen, was ich mit ihrem Budget anfange. Solche Listen sind einfach auch für einen selbst super praktisch.

 

Livera nachhaltige Baby-Erstausstattung

Blumen zur Babyshower

 

Ich wünschte, ich könnte euch all die schönen Bilder zeigen. Wie schon bei unserer standesamtlichen Hochzeit war mein Bruder zum Fotografieren da (auch wenn er diesmal dann plötzlich einfach abgehauen ist ) und hat schon bei den Vorbereitungen ein paar Momente eingefangen. Es ist einfach schön, wenn man in solchen Momenten nicht daran denkt, ein Foto zu machen, sondern einfach entspannt die Zeit mit tollen Menschen genießen kann! Für hier habe ich ein paar Momente rausgesucht, die keine Gesichter zeigen.

Ich bin jedenfalls sehr dankbar für dieses schöne Geschenk! Es ist so mühsam schwanger zu sein, aber so wunderschön, ein Kind zu bekommen! Ob es ein Dorf braucht, weiß ich noch nicht. Aber dass eines da ist, ist schön zu wissen!

Kommt gut durch die Hitze!

 

Babyshower Ideen Blog

Freundinnenzeit im Park

Freundinnen Zeit Livera

livera

Ich, Vera schreibe seit 2012 auf Livera. Neben Projekten auf Livera und anderen Onlinemedien arbeite ich als Psychologin im Personalbereich, bin unterwegs oder kreativ, baue, berate, koche oder bin begeistert. Die Sache mit der Ironie habe ich immer noch nicht drauf und weil ich manchmal schwer zu verstehen bin, bin ich auch auf keinen Fall zu ernst zu nehmen!

SHOWHIDE Comments (0)

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.