Cremige Pastasaucen aus dem Ofen für das erste Sommergefühl

Leckere Tomatensoße

 

 

Mit den langen sonnigen Tagen kam bei mir der Appetit und mit den kürzeren Arbeitstagen und schließlich dem Mutterschutz, auch endlich wieder die Zeit zum Kochen. Eine Sache, die ich zufällig experimentell entdeckt habe und die wir seitdem lieben, ist Pastasauce aus dem Ofen. Macht irgendwie schon Sommerstimmung, Pasta esse ich eh viel zu selten und es ist das perfekte Soulfood nach einem langen anstrengenden Tag. Mitten in meiner Pasta-Liebe (die vielleicht auch damit zusammenhängt, dass sich in der 38. Schwangerschaftswoche der Gedanke aufdrängt, dass der ständige Hunger vielleicht seine Gründe hat und man bis zur Geburt selbst mit viel Anstrengung nicht mehr dick wird), wurde mir dann von meiner Entbindungsklinik eine Diät empfohlen. Keine Kohlehydrate, kein Zucker. Es gibt dafür keine Indikation, viel mehr wird es allen werdenden Müttern empfohlen, sobald das Kind fertig entwickelt ist, nicht zu „mästen“ und sich außerdem damit auf die Geburt vorzubereiten. Mit guten Vorsätzen ging ich nach Hause, verzichtete morgens brav auf mein Müsli, aß mittags low carb und kämpfte dann so sehr mit dem Hunger, Schwindel, Übelkeit und schließlich schlechter Laune, dass ich über den restlichen Tag mehr als aufholte in Sachen Zucker & Carbs. Nach drei frustrierenden Tagen beschloss ich, auf meinen Körper zu hören. Schluss mit Diät! Ich ernähre mich ja ohnehin nicht ungesund und das bisschen Soulfood  und die Süßigkeiten, auf die ich sonst ja easy verzichten kann, gönne ich mir jetzt!

Im Übrigen ernähre ich mich in der Schwangerschaft auch wieder „nur“ vegetarisch. Eine vegane Ernährung ist natürlich auch in dieser Zeit möglich, man sollte sich dann allerdings auch ein bisschen damit auseinandersetzen. Mir war es zu viel Stress ums Essen und ich konnte mit diesem Weg gut leben. Wie es nach der Geburt weiter geht, weiß ich trotzdem gerade noch nicht. Vielleicht will ich auch einfach wieder bewusster essen – nicht nur wenn es um pflanzliche, sondern auch andere Kriterien beim Einkauf geht – und mit dem ein oder anderen tierischen (vegetarischen) Produkt dann nicht so streng mit mir sein. Auch, wie wir unser Kind ernähren wollen, wissen wir noch nicht genau. Gut, dass man erstmal eine Weile stillen kann .

Deshalb jedenfalls aktuell wieder: Pasta!

Es sind nicht die schnellsten Gerichte, soviel muss ich zugeben. Aber es lohnt sich! Man glaubt gar nicht, welchen Unterschied es macht, die Zutaten im Ofen zu rösten, anstatt in der Pfanne. Zwei Favoriten stelle ich deshalb mal vor: Aubergine-Tomate mit frischem Thymian und geschmortem Knoblauch, Basilikum und Rosmarin – und (vegane) sahnige Pilzsauce mit Tomaten und Petersilie.

 

Italienisch Kochen

livera beste Tomatensauce

Soße mit Aubergine und Tomate

 

Die Menge an Soße ist für Zwei eigentlich immer relativ viel. Wir frieren manchmal was davon ein, dann ist nochmal Mittag für eine Person drin oder ich esse die Reste im Vorbeigehen .

 

Für die Auberginen-Sauce

  • Eine große Aubergine
  • Dose gestückelte Tomaten (ich verwende Denree, ist dann aber Werbung )
  • 2 Zehen Knoblauch (ja, wirklich so viel)
  • ein paar Zweige Thymian
  • 2 Rosmarin-Zweige
  • Basilikumblätter
  • Salz, Pfeffer, gutes Olivenöl
  • optional 1 EL Frischkäse
  • Parmesan als Topping

Den Knoblauch fein stückeln. Die Aubergine stückeln und mit Salz, Pfeffer, Thymian, den Rosmarinzweigen, einer Knoblauchzehe und schließlich etwas Olivenöl in einer Auflaufform vermengen. Mindestens 20 Minuten bei hoher Temperatur Unter-/Oberhitze im Ofen schmoren. In der Zwischenzeit den restlichen Knoblauch mit dem Basilikum in einer Pfanne in Olivenöl anbraten. Tomaten dazugeben und alles einkochen. Je nachdem was ich zuhause habe, gebe ich gerne einen Schluck Rotwein und/oder einen Esslöffel Frischkäse dazu und schmecke nur mit Salz und Pfeffer ab. Wenn die Auberginen gut angeröstet sind, die groben Zweige entfernen und nur grob mit der Sauce vermengen.

 

Für die Pilz-Sauce

  • 250 g Steinpilze
  • ein paar kleine süße Cocktailtomaten
  • ein paar Zweige Rosmarin
  • frische Petersilie
  • Salz, Pfeffer, gutes Olivenöl
  • Knoblauchzehe
  • Schuss Weißwein
  • Sahneersatz (ich verwende Alpro Cuisine, schmeckt gut und ist halbwegs vertretbar)
  • Parmesan als Topping

Die Pilzsauce kommt komplett aus dem Ofen. Die Pilze stückeln und mit Kräutern, fein gestückeltem Knoblauch und etwas Olivenöl vermengt bei hoher Hitze im Ofen schmoren. Nach etwa 15 Minuten mit dem Sahneersatz und einem Schuss Weißwein auffüllen, umrühren und die halbierten Tomaten dazugeben. Nochmal mindestens 10 Minuten köcheln lassen, bevor alles fertig ist.

 

Livera Italienisch Kochen

Italienische Nudelsoßen kochen

livera

Ich, Vera schreibe seit 2012 auf Livera. Neben Projekten auf Livera und anderen Onlinemedien arbeite ich als Psychologin im Personalbereich, bin unterwegs oder kreativ, baue, berate, koche oder bin begeistert. Die Sache mit der Ironie habe ich immer noch nicht drauf und weil ich manchmal schwer zu verstehen bin, bin ich auch auf keinen Fall zu ernst zu nehmen!

SHOWHIDE Comments (0)

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.