DIY Geburtskarten mit Baumwollschleife [+5 Tipps für Babyfotos]

Mina Fabienne ist da

Geburtsfotos

DIY Geburtskarten

 

Time flies, sagt man so schön. Mit Baby wird das nicht besser. Wir sind so schnell in den Alltag als Familie gestartet, dass vieles drumherum auf der Strecke blieb. Sehr schön, sehr natürlich, aber auch immer wieder sehr anstrengend. Geburtskarten habe ich trotzdem gleich in der erste Woche erledigt. An Minas drittem Lebenstag (da war ihr Papa schon arbeiten, fällt mir gerade auf), haben wir morgens im Bett gekuschelt und ich habe spontan die Kamera geholt, um ein paar Fotos für Babykarten zu machen. Das hat super geklappt, deshalb hier gleich ganz knapp meine Essentials für schöne natürliche Babyfotos:

 

1. Natürliche Situationen

Gut, wer auf die Anne Geddes Bilder steht, auf denen knautschige Babys in Blumentöpfe oder Tierkostümchen gesteckt werden, kann den Teil ignorieren. Ansonsten finde ich Babies immer noch so süß, dass sie meiner Meinung nach gerne als Motiv für sich herhalten dürfen. Und das klappt am besten, wenn es dem Kind gut geht und ihr euch Zeit nehmt. Bleibt spontan, bereitet alles vor und nutzt die Gelegenheit, wenn sie sich ergibt. Zum Beispiel morgens im Bett oder mittags, wenn das Kind ausgeschlafen und satt ist. Die schönsten Bilder sind nicht immer unbedingt die perfekten Szenen. Babygähnen, ein schlafendes Kind, ein Strecken, eine Gesichtsregung oder sogar eine rausgestreckte Zunge oder ein Weinen können viel interessanter und dabei sehr süß sein. Macht ruhig Pausen und/oder kommuniziert mit dem Kind, um verschiedene Momente einzufangen.

 

2. Licht

Wählt für gute Babybilder einen hellen Ort in der Nähe eines Fensters oder einer Tür. Am besten macht ihr Fotos vormittags. Nicht nur, weil die Kinder dann oft gut drauf sind (und die Mamas noch halbwegs fit), sondern vor allem ist hier das Licht einfach am Besten. Verwendet keinen Blitz, gute Fotos entstehen fast immer bei Tageslicht, vor allem dann, wenn man kein teures Equipment hat. Nehmt euch eventuell ein großes Blatt Papier oder ein weißes Laken zur Reflektion, um z.B. das Gesicht etwas zu erhellen und so dunkle Schatten auszuleuchten. Ich würde es allerdings nicht übertreiben, meiner Meinung nach darf die Situation ruhig natürlich bleiben und schöne Babies wirken dann am besten, wenn es ihnen gut geht und nicht wenn alles nach Fotostudio schreit. Scheinwerfer oder Lampen werfen nur ungewollte Schatten und wirken überhaupt nur dann, wenn sie professionell eingesetzt werden. Lieber auf Tageslicht setzen, Sonneneinstrahlung könnt ihr mit einem weißen Laken abschirmen um ein weiches Licht zu haben. Für eine schönes Weiß und eine gute Farbgebung /Wärme passt den Weißabgleich an. Wenn ihr die Bilder nicht nachbearbeitet, geht das auch direkt an der (Handy-)Kamera.

 

3. Details

An so einem Neugeborenen ist alles so klein, dass das wirklich kaum jemanden kalt lässt: Sucht euch deshalb immer ein Detail, das  im Vordergrund steht. Das muss nicht immer bedeuten, dass die Tiefenunschärfe so hoch ist, dass nur das Detail scharf ist (wenn doch, dann braucht ihr eine große offene Blende – also eine kleine Blendenzahl, damit wirklich nur das Motiv im Fokus scharf ist), aber ihr solltet wissen, was ihr abbildet, damit es interessant wird. Wenn ihr die Größenverhältnisse hervorheben möchtet, legt einen Gegenstand dazu, der eine typische Größe hat und wirklich zum Kind und ins Bild passt oder arbeitet mit einer erwachsenen Hand oder einem Arm. Auch hier ist weniger mehr. Gerade wenn ihr eine Collage plant, sollte höchstens ein Bild das ganze Baby in voller Größe und Schärfe abbilden.

 

4. Setting

Am natürlichsten sind Fotos, auf denen sich das Baby entspannt und natürlich verhält. Das ist es ja auch, was man am Ende festhalten möchte. Der Untergrund sollte deshalb möglichst neutral, aber auch bequem für des Baby sein, es liegt hier ja eine ganze Weile. Für Karten ist ein Untergrund ohne Muster am besten geeignet, weil man dann schön Schrift oder andere Elemente darauf platzieren kann. Übertreibt es nicht mit Deko, sondern arbeitet maximal mit einem oder zwei Elementen, die wirklich zueinander und zu der Situation passen. Im Mittelpunkt soll ja immer das Kind stehen. Ich mag deshalb auch ganz einfache Outfits bzw. einen Body am liebsten. Wenn ihr doch ein süßes Outfit zeigen möchtet, haltet den Hintergrund umso neutraler.

 

5. Eins unter 1000

Nehmt euch für Babyfotos Zeit und vor allem macht ruhig viel Aufnahmen. Es kann gut sein, dass einer dieser „Zwischenmomente“, den man zufällig eingefangen hat, das beste Motiv darstellt. Stellt euch darauf ein, dass ihr viele Bilder löschen müsst, ein Neugeborenes kann schließlich noch keine Anweisungen umsetzen und blinzelt oder strampelt genau dann, wenn ihm danach ist. Auch der Bildausschnitt ist entscheidend. Nehmt deshalb von einem Motiv immer mehrere Ausschnitte und Perspektiven auf und guckt nachher in Ruhe, was am schönsten aussieht und auch scharf ist. Falls ihr die Bilder nachbearbeitet, reicht es, ein bisschen mit Belichtung und Sättigung zu arbeiten. Der Kontrast sollte nicht zu hoch sein, um dieses „Weiche, Zerbrechliche“ eines Babies nicht zu zerstören, die Farben nicht zu knallig.

 

 

DIY Fotoshootings Baby Tipps

Babykarten selbst gestalten

DIY Babyfotos

 

Für unsere Karten habe ich ein Motiv von Mina ausgewählt, auf dem sie kräftig gähnt. Auf die weiße Fläche habe ich noch den Namen und das Geburtsdatum festgehalten, alles andere fanden wir kitschig. Ob jetzt 51 oder 52 cm Geburtsgröße ist auch wirklich mehr eine Frage der Messgenauigkeit, oder? Für eine zweite Seite habe ich noch ein paar Detailaufnahmen rausgesucht. Die Karten sind super simpel und bestehen nur aus

  • matt gedruckten Karten (Titel und Textbogen + extra Seiten für Text z.B. für die Hebammen)
  • eingestanzten Löchern (in meinem Fall verbinden sie sogar die Karten miteinander)
  • Baumwollschleife (so lange, dass die Bänder durchgefädelt den unteren Kartenrand erreichen)

Die Arbeitsschritte sind wirklich selbsterklärend. Ich habe den Druck wieder zuhause im Plotter auf dicken warmweißen Karton gemacht. Das war wohl der aufwändigste Teil, weil ich immer erst ein paar Fehldrucke fabriziere. Mit Cutter und Schneideset ausgeschnitten habe ich die Karten nur noch verbunden und knapp 30 Mal von Hand beschriftet…

 

Geburtskarten und Babyfotos

Livera DIY Babykarten

Natürliche Babyfotos

 

 

Livera Zuhause perfekte Fotos vom Kind

Selbst Geburtsbilder machen

DIY Geburtskarten selbst basteln

livera

Ich, Vera schreibe seit 2012 auf Livera. Neben Projekten auf Livera und anderen Onlinemedien arbeite ich als Psychologin im Personalbereich, bin unterwegs oder kreativ, baue, berate, koche oder bin begeistert. Die Sache mit der Ironie habe ich immer noch nicht drauf und weil ich manchmal schwer zu verstehen bin, bin ich auch auf keinen Fall zu ernst zu nehmen!

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