Unser liebster Upcycling Babysweater in nude-rose

Anleitung oversize shirt nähen

 

Wir haben einen neuen Lieblingssweater. Also wir, weil es eigentlich mal ein 3/4-Arm-Shirt von mir war und jetzt ein oversize-Shirt von Mina ist. Tatsächlich mochte ich das Shirt immer sehr gerne – vor allem die Farbe. Es ist ein Nudeton mit Rose-Stich. Allerdings ist das Shirt relativ eng und spätestens nach der Schwangerschaft wollte ich es einfach nicht mehr anziehen. Jetzt trägt Mina es oversize. Der Sweater ist perfekt, wenn man abends oder an kühleren Tagen zusätzlich etwas Dünnes anziehen möchte, weil er luftig ist oder deshalb ohne Gemecker drübergezogen werden kann und bequem sitzt. Auf unserem Kurztrip in Brandenburg konnte Mina ihn super an frischen Morgen tragen.

Ich habe euch meine Schritte dokumentiert, überlege aber noch ein Schnittmuster hochzuladen. Vielleicht komme ich mal dazu

 

Babysweater in rose umnähen

 

Das erste Bild zeigt mein ausrangiertes Shirt. Ich habe daraus folgende Teile ausgeschnitten:

  • Zwei große Zuschnitte für Vorderteil und Rückenteil
  • Zwei lange breite Stoffstreifen für den Abschlusssaum unten
  • Ein etwas schmälerer Stoffstreifen, der für den Halsausschnitt reicht
  • Zwei weitere schmälerer kurze Stoffstreifen für die Knopfleiste an den Schultern
  • Die Ärmel blieben genau gleich, ich habe sie nur aufgeschnitten, um sie zu verschmälern

Dazu habe ich verarbeitet:

  • Etwas Garn (in drei Farben, weil er zwei mal ausging )
  • Zwei Druckknöpfe zum einnähen innen

Außer meiner Nähmaschine, dem Bügeleisen, einer Schere und einer Nähnadel habe ich kein Werkzeug benutzt. Ich musste diesmal nicht mal was auftrennen, selbst der Nahttrenner fiel also weg .

 

Nähen für Kinder

 

Die Schritte, die ich auf den Bildern festgehalten habe, sind im Wesentlichen folgende:

  1. Ich habe die oben genannten Stoffteile zugeschnitten und mit dem Schulterschlitz begonnen. Dazu habe ich die zwei Stoffzuschnitte dafür auf links an einer Seite abgenäht, alles auf rechts gedreht und wer es ganz ordentlich macht, bügelt das noch aus. Rückblickend hätte ich das nur an einem der beiden Stoffteile machen zu brauchen – beim nächsten Mal würde ich es mir sogar komplett sparen (dazu später mehr), aber geschadet hat es schließlich auch nicht.
  2. Danach habe ich die beiden Teile jeweils auf die rechte Seite der Schulterlinie gelegt – genau so, dass die Naht innen lag – und abgenäht. Auf rechts wieder ausbügeln. Die andere, linke Schulter habe ich dann einfach rechts auf rechts abgenäht und so verschlossen.
  3. Ich markiere mir immer die Mitte des Ärmels mit einer Stecknadel. So kann ich sie genau rechts auf rechts auf die Schulternaht feststecken und von dort aus in beide Richtungen entlang des Ärmelausschnitts feststecken. Auf der Seite ohne Schulternaht habe ich die beiden Knopfleisten aufeinander genäht und ebenfalls mittig mit einer Stecknadel einen Ärmel fixiert. So konnte ich die Ärmel annähen.
  4. Auf dem nächsten Bild seht ihr die fertige Naht, die gleichzeitig Ärmel und Hauptteil verschließt. Ich nähe immer in einem (rechts auf rechts) vom Ärmelsaum weg über die Achsel entlang der Seiten bis zum Abschlussbund unten. Auf rechts gedreht sieht der Sweater dann schon ziemlich fertig aus.
  5. Im nächsten Bild seht ihr das Bündchen unten. Dazu habe ich einfach die beiden Stoffstreifen rechts auf rechts aneinander genäht, so dass der entstandene Schlauch etwas schmäler ist als die Weite des Shirts. So wird das Bündchen beim Nähen gedehnt und zieht den Stoff unten ein klein wenig zusammen. Dazu habe ich den Stoffschlauch erst auf rechts der Länge nach gefaltet und gebügelt und dann auf die rechte Seite der offenen Stoffkante genäht. Umgedreht, ausgebügelt.
  6. Auf dem letzten Bild seht ihr das nochmal ein bisschen genauer. Die Stoffkanten lasse ich bei Jersey fast immer unversäubert, weil sich dann nichts ausdehnt oder verzieht und ich die Optik eigentlich ganz schön finde. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Ausschnitt.

 

DIY fürs Kind

 

Den Stoffstreifen für den Halsausschnitt habe ich wieder erst an beiden Seiten auf links verschlossen und dann auf rechts längs gefaltet und gebügelt. Im Nachhinein würde ich die Länge nicht nur über einen der beiden Breiten der Knopfleiste nehmen, sondern über beide – so dass der Kragenbund überlappt. Dann kann man einen der beiden Druckknöpfe genau dort platzieren und der Bund kippt nicht nach außen.

Bei diesem Shirt habe ich die beiden Druckknöpfe jetzt noch entlang der Leiste innen und von außen unsichtbar von Hand eingenäht. Mit Nieten wäre einfacher gewesen, aber irgendwie wollte ich es so lassen.

 

Nähanleitung Sweater Baby

 

In unserem kleinen Urlaub hatte Mina das Shirt zum ersten Mal an und ich lieeebe die Passform und wie der Stoff fällt. Es sitzt einfach richtig schön und bequem. Ich will es unbedingt nochmal nähen. Ist nur leider gar nicht so einfach, zwischendurch mal ein Tragefoto bei einem Kind in dem Alter zu machen, weil einfach ständig was auf dem Shirt landet.  Aber ihr findet es sicher immer mal wieder auf meinem Instagram und immerhin gab es in dem alten Gutshaus schöne Bodenfliesen als Untergrund!

Euch aber jetzt erstmal ein schönes Wochenende! Genäht wird bei mir später erst wieder

 

Nähen für Anfänger

 

livera

Ich, Vera schreibe seit 2012 auf Livera. Neben Projekten auf Livera und anderen Onlinemedien arbeite ich als Psychologin im Personalbereich, bin unterwegs oder kreativ, baue, berate, koche oder bin begeistert. Die Sache mit der Ironie habe ich immer noch nicht drauf und weil ich manchmal schwer zu verstehen bin, bin ich auch auf keinen Fall zu ernst zu nehmen!

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